17. Mai 2013
Sie betreiben einen Shop und haben noch keinen Newsletter? Dann wird es aber höchste Zeit!
Und auch ohne Shop kann ein Newsletter für Sie lohnend sein, wenn viele Ihrer (Ziel-)Kunden im Internet unterwegs sind.
Ein Newsletter braucht einmal etwas mehr Aufwand, nämlich ganz am Anfang, wenn Sie ihn konzipieren und entwerfen. Anschließend ist er die günstigste Marketing-Form, die ich kenne, mit der Sie sich immer wieder aktiv in Erinnerung und ins Gespräch bringen können.
1. Bringen Sie sich immer wieder in Erinnerung
Kunden sind heute zahlreichen Versuchungen ausgesetzt. Überall prangt Ihnen Werbung entgegen, der Schritt zur Konkurrenz ist winzig.
Kundenbindung – dieses Wort finde ich nicht schön. Kunden lassen sich nicht (fest-)binden. Vielmehr geht es darum, die Treue Ihrer Kunden zu erhöhen, Kunden zu Fans zu machen. Dazu müssen Sie Ihnen immer wieder Neues bieten, sich immer wieder ins Gedächtnis bringen.
Mittels Newsletter können Sie direkt und ohne Umwege mit Ihren Kunden kommunizieren, sie an Ihren Weiterentwicklungen teilhaben lassen und sie erneut zu sich einladen. Holen Sie sich gezielt immer wieder ins Gedächtnis Ihrer Kunden zurück.
2. Gewinnen Sie das Vertrauen von Interessenten
Interessenten sind die, die Ihren Shop oder Ihre Website spannend finden, sich aber (noch) nicht zum Kauf entschließen können oder aktuell keinen konkreten Bedarf haben. Ohne Newsletter verlassen diese Menschen Ihre Website unverrichteter Dinge und kommen vielleicht nie wieder.
Mit einem Newsletter hingegen haben Sie die Chance, diese Interessenten doch irgendwann zu Ihren Kunden zu machen. Haben Sie einfach Geduld.
Dazu am Rande ein kleiner Tipp: Eine Kundin fragte mich einmal, was sie mit Leuten machen soll, die schon seit sechs Monaten ihren Newsletter lesen und immernoch nichts gekauft haben. Sie wollte sie aus ihrem Verteiler löschen. Wozu? Was haben Sie davon, außer dass sie vielleicht ein, zwei Cent pro Leser und Monat sparen? Bleiben Sie geduldig – wenn diese Leute kein Interesse mehr haben, dann werden sie sich von allein austragen! Wenn sie aber weiter in Ihrem Verteiler bleiben (wo Sie selbstverständlich freiwillig gelandet sind), haben sie immernoch Interesse an Ihrem Angebot. Vielleicht empfehlen sie Sie ja sogar weiter, das sehen Sie ja nicht (siehe Punkt 3).
3. Lassen Sie sich empfehlen
Mittels Newsletter können Sie Ihre Kunden und Interessenten direkt um Weiterempfehlungen bitten. Verknüpfen Sie das mit einem Kennenlernangebot für neue Kunden oder einem Dankeschön-Rabatt für den Empfehler, um das zu forcieren (und auch ein bißchen zu kontrollieren
).
4. Steigern Sie Ihren Umsatz
Ein Newsletter ist ein prima Instrument, um neue Produkte und Angebote vorzustellen. Aber auch Produkte, die Sie schon länger im Sortiment haben, lassen sich im Newsletter besonders präsentieren und ins rechte Licht rücken.
Nutzen Sie außerdem besondere Anlässe, wenn diese zu Ihrem Angebot passen, um Ihren Umsatz anzukurbeln. Viele Kunden sind gerade für Anlässe wie Weihnachten, Ostern oder dem Valentinstag dankbar für nette Anregungen.
5. Verkaufen Sie Ladenhüter
Auch um Ladenhüter unter die Leute zu bringen, eignet sich ein Newsletter hervorragend. Machen Sie auf besonders günstige Preise (vielleicht auch nur für Newsletter-Empfänger) aufmerksam, verschenken Sie hin und wieder einen Gutschein, geben Sie beim Kauf von Artikel x den Artikel y gratis dazu.
6. Erfragen Sie hilfreiches Feedback
Mit Hilfe eines Newsletters können Sie sich auch stetig verbessern, indem Sie Kundenumfragen einbauen oder gezielt Feedback anfordern.
Oder Sie machen es etwas subtiler – mit sogenannten Split-Tests können Sie in einem Newsletter zwei Varianten (zwei Produktnamen, Abbildungen, Beschreibungen, Kaufargumente etc.) miteinander vergleichen. Diese Split-Tests werden heute schon von vielen Newsletter-Tools unterstützt.
Sie können auch neue Produkte zunächst im ausgewählten Kreis Ihrer Newsletter-Empfänger testen, bevor Sie sie der Allgemeinheit im Shop zugänglich machen. Überlegen Sie selbst einmal, wo Sie die gezielte Ansprache für die Verbesserung Ihres Angebots nutzen können.
7. Sie können heute – jetzt sofort – den ersten Schritt tun
Wenn Sie noch kein Anmeldeformular auf Ihrer Website oder in Ihrem Shop haben, bauen Sie noch heute eines ein. Beginnen Sie sofort mit dem Sammeln von Adressen interessierter Menschen. Dazu müssen Sie den Newsletter selbst noch nicht unbedingt konzeptioniert und auch noch nicht umgesetzt haben.
Falls Sie bereits Newsletter-Adressen sammeln, überlegen Sie sich jetzt sofort, welche Inhalte Ihr Newsletter haben könnte. Was interessiert Ihre Kunden und Interessenten? Sie wissen es nicht? Fragen Sie sie! Stellen Sie eine möglichst große Liste an Themen zusammen. Damit legen Sie Ihr Fundament für die ersten Newsletter-Monate, ändern, erweitern oder umstellen können Sie immer alles jederzeit.
Das haben Sie auch schon getan? Dann wählen Sie jetzt ein passendes Newsletter-Tool aus. Oder entwerfen Sie, wie Ihr Newsletter aussehen soll. Oder schreiben Sie den ersten Text. Oder suchen Sie Ihren Dienstleister, der Sie auf Ihren ersten Schritten unterstützt (oder vielleicht auch länger, wenn Sie selbst genug ausgelastet sind).
Fazit
Ein Newsletter ist einfacher und schneller ins Leben gerufen, als es vielen scheint. Gerade für Online-Shops, aber auch für Anbieter anderer Leistungen, die Ihre Kunden (teilweise) über das Internet ansprechen, ist es eines der wichtigsten Marketing-Instrumente überhaupt. Ich finde es sogar wichtiger, als alle Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung!
Übrigens: Ich entwickle derzeit ein Angebot speziell für Oxid eShop Betreiber, die noch keinen Newsletter versenden, es aber gern tun würden. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, schreiben Sie mir eine kurze Nachricht, oder tragen Sie sich rechts für meinen WEB-Letter ein.
Themen: Ihr eigener Newsletter, Online-Shops & Oxid eShop | 2 Kommentare »