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balu-im-sprungMeine (Teenie-)Tochter ist seit Herbst bei Instagram.

Dort kann man Fotos und kleine Videos mit anderen teilen. Ein bißchen wie Twitter, jedoch halt weniger Text.

Sie postet dort Bilder von unserem Hund, sowie die Tricks, die sie ihm beibringt, und auch die Schritte da hin, also wie der Hund die Tricks Schritt für Schritt lernt. (Das Foto links oben habe ich mir mal ausgeborgt).

Das Thema kommt gut an, sie kann sich beinahe täglich neuer Follower erfreuen. Doch liegt das tatsächlich nur am Thema? Nicht nur. Daher hab ich meine Tochter nach ihren ultimativen Tipps für Erfolg in den Social Media gefragt.

Ich mache ja gerade ebenfalls (eher noch tapsige, unsichere) erste Schritte bei Twitter, und habe gemerkt – das ist gar nicht so einfach, da „gehört“ zu werden.

Sie hat mir ihre Tipps verraten – und ich glaube, die sind nicht nur bei Instagram, sondern generell im Social Web gültig.

Voraussetzung: Hab dein Ziel vor Augen

Ohne Ziel kein Erfolg. Sie müssen wissen, wozu Sie das machen, was Sie machen, und was Sie erreichen wollen.

Nur so können Sie später, z. B. nach einer gewissen „Probezeit“, für sich beurteilen, ob es Erfolg gebracht hat.

Denn am Ende nutzen wir Social Media nicht zum Selbstzweck, sondern es soll uns – unserem Business  – was bringen, es soll wirtschaftlich sein.

Wichtig: Dieses Ziel muss nicht zwingend als Umsatz ausgedrückt werden! Auch Fans aufzubauen, kann ein Ziel sein. Dann definieren Sie aber für sich, woran Sie einen Fan erkennen. Dass er Ihre Website besucht? Dass er aktiv mitmacht? Dass er „gefällt mir“ drückt?

Übrigens: Für meine Tochter sind Follower nur dann wirklich was wert, wenn sie auch mal Feedback geben, sie weiterempfehlen, einfach zeigen, dass sie am Leben sind und aktiv an den Inhalten teilnehmen.

Tipp 1: Sei interessant und vielseitig

Langeweile ist ein absolutes No-Go im Social Web. Sagt meine Tochter. Also lässt sie sich immer wieder was Neues einfallen.

Sie hat einen großen Vorteil uns gegenüber: Sie ist so unbefangen und sorglos. Das macht mir manchmal Sorgen (als Mutter). Dadurch probiert sie jedoch immer wieder Dinge einfach aus, bevor sie sich lang und breit über Pro und Kontra den Kopf zerbricht.

Wir hingegen überlegen natürlich 100x bevor wir irgendwas posten. Manchmal ist das aber kontraproduktiv, weil es uns regelrecht blockiert, weil wir es zu perfekt machen wollen. Social Media kann man einfach auch mal etwas lockerer sehen.

Tipp 2: Sei lustig und unterhaltsam

Ich gebe es zu – meine größte Schwachstelle! Ich weiß, dass ich manchmal lustiger sein darf. Ich arbeite dran. Da bei Twitter z. B. momentan die meisten Tweets noch automatisch kommen – und dabei einfach Blog-Titel gepostet werden, lässt das noch sehr zu wünschen übrig.

Lustige Hundenasen kommen meist gut an. Hihi.

Lustige Hundenasen kommen meist gut an. Hihi.

Denn wenn es zum Business passt, darf man durchaus mal witzig sein. Sie lachen doch bestimmt auch mal mit ihren Kunden, warum nicht mit ihren Followern?

Lustige Sachen werden lieber verfolgt und tausend Mal lieber geteilt. Sie verbreiten sich leichter. Lustige Hundenasen z. B. Sie glauben gar nicht, aus wie vielen Perspektiven man die fotografieren kann. Und es ist jedesmal zum Kichern.

Vorsicht, wer nur auf Biegen und Brechen lustig sein will, verliert möglicherweise den Bezug zum Business – hier ist Fingerspitzengefühl gefragt!

Tipp 3: Sprich mit deinen Followern

Follower sind keine anonymen Wesen, sie sind Menschen, die Interesse an Ihnen haben. Interagieren Sie mit ihnen. Beantworten Sie Kommentare, lassen Sie sich auf Diskussionen ein.

Keine Angst vor dem Gespräch. Auch wenn es öffentlich stattfindet. Gespräche wirken lebendiger als reine Posts und locken wiederum neue Follower an.

Fragen sind übrigens ein gutes stilistisches Mittel, um eine Unterhaltung in Gang zu bringen. Reagieren Sie dann aber auch auf die Antworten – selbst wenn Sie nur kurz Danke sagen (siehe Tipp 7).

Dazu gehört z. B. Bescheid zu sagen, wenn sich was am Posting-Zyklus ändert:

„Ich komme bis morgen, 15:00 Uhr nicht auf Insta:) Spamt mich richtig zu!!! ^-^“

Oder einfach mal um Feedback zu bitten:

„Gefallen euch meine Bilder überhaupt noch? Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, dann könnt ihr sie ruhig sagen. Ich bin für sämtliche Kritik…“

Tipp 4: Sage klar, was du willst und was du brauchst

Meine Tochter hat groß getönt: Wenn ich 100 Follower habe, mache ich einen YouTube Kanal! Nicht uns Eltern gegenüber – nein, gegenüber ihren Followern, öffentlich auf Instagram.

Mittlerweile hat sie die Zahl längst überschritten – und einen YouTube Kanal eingerichtet.

Solche Ankündigungen geben den „Fans“ natürlich zusätzliche Anreize zum Weiterempfehlen.

Aber es geht auch ganz grundsätzlich darum, zu sagen, was man möchte. Eine Art Handlungsanreiz zu geben.

Im Gegenzug dazu erfüllt sie natürlich auch gern die Bitte anderer Nutzer.

Tipp 5: Überleg dir, wie du bekannter werden kannst

Offenbar gibt es auf Instagram größere Seiten mit vielen tausend Followern, die kleinere Seiten „pushen“. Also sie ab und an mal vorstellen und somit eigene Nutzer darauf aufmerksam machen.

Das macht natürlich am meisten Sinn, wenn die größere Seite eine ähnliche Zielgruppe hat.

Und da sicher viele hinter solchen Empfehlungen her sind, ist da auch entsprechend schwer ranzukommen. Einfallsreichtum ist auch hier wieder gefragt. Was hat die andere Seite davon, mich zu verlinken?

Tipp 6: Sei zuverlässig und aktiv

Regelmäßigkeit ist wichtig. Man mag es nicht glauben, bei der Vielzahl an Inhalten, die tagtäglich in den Social Media gepostet werden. Doch wer aktiver ist, wird sichtbarer, erlebbarer, interessanter (siehe Punkt 1).

Und tatsächlich schlägt sich Regelmäßigkeit regelmäßig in mehr Followern nieder :)

Zwei bis drei Postings pro Woche sind ein guter Anfangswert, der sich durchaus auf zwei bis drei Postings pro Tag steigern darf.

Tipp 7: Sag Danke

So ein kleiner Tipp. So eine große Bedeutung. Das unterschätzen wir oft, wie gut ein einfaches Danke ankommt!

Dabei kann man oft Danke sagen: Für eine Weiterleitung, eine Empfehlung, für einen Kommentar oder für einen nützlichen Link. Oder auch einfach nur so, für die Treue, fürs Folgen. Natürlich darf man es nicht übertreiben, das wirkt dann irgendwann unglaubwürdig.

Hier noch ein Beispiel meiner Tochter:

„Danke für 200 Follower, Danke für all die tollen Momente! Könnt ihr euch vorstellen, dass diese Seite erst seid einem halben Jahr besteht?! WOW ♥♥♥…“

Eins nach dem anderen + Zeit einplanen

Was man bei all dem nicht vergessen darf: Social Media kosten Zeit. Entweder Sie nehmen sich diese dann auch dafür, oder Sie lassen es lieber bleiben. Es ist kein Beinbruch, nicht in Social Media präsent zu sein (zumindest bis zu einer bestimmten Unternehmensgröße)!

Wenn Sie noch neu sind in dem Bereich, noch ein Tipp – starten Sie nicht auf allen Plattformen gleichzeitig, sondern nehmen Sie sich eine nach der anderen vor. Planen Sie für jede ca. 4 bis 6 Monate Zeit ein, bis Sie dort richtig angekommen und fit sind.

Wenn Sie Lust haben, zu schauen, was meine Tochter so treibt: Hier ist der Link zu ihrer Instagram-Seite. Viel Spaß :)

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