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Content is King.

Wohl jeder, der sich einigermaßen ernsthaft mit der Optimierung seiner Website beschäftigt, und damit, bei Google gefunden zu werden, hat diesen Satz schon einmal gehört.

Fälschlicherweise gehen viele dabei wie selbstverständlich davon aus, dass damit Texte gemeint sind: Wertvolle Texte, gespickt mit den richtigen Keywords, regelmäßig aktualisiert oder ergänzt und gut zu lesen.

Doch Content ist nicht unbedingt immer Text.

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Chef einer Wohnungsbaugesellschaft. Als leidenschaftlicher Hobbyfotograf schwärmte er mir vor, dass er seit Kurzem Fotos von öffentlichen Veranstaltungen in seinem Einzugsgebiet auf seine Website stelle – und seitdem die Besucherzahlen deutlich nach oben geschossen seien. Zuvor hatte er die Fotos immer kostenfrei an Vereine und öffentliche Einrichtungen gestiftet, er war sich der Potenziale, die darin schlummerten, gar nicht bewusst.

Zwei Dinge kann man daran deutlich erkennen:

1. Google ist nicht alles. So schnell kann die Website gar nicht bei Google durch die Bilder eine höhere Positionierung erreicht haben. Die höheren Zugriffe sind wohl eher auf Mundpropaganda und Social Media zurückzuführen.

2. Content heißt nicht immer Text. Wer schreiben kann und mag, prima. Texte sind gut von Suchmaschinen auszuwerten. Aber Content, der Besucher magnetisch anzieht, kann auch anders geartet sein.

Neben Texten gibt es verschiedene andere Formen von Content, die sich für Websites, Blogs und Online-Shops eignen:

Bilder – Fotos, Illustrationen, Skizzen, Diagramme, Screenshots

Videos – echte oder Screen-Videos, also am Bildschirm gedrehte, wo Sie z. B. ein Programm zeigen und dazu sprechen

Animationen – bewegte Bilder, Flash-Movies oder

Ton – Podcasts, gesprochene Anleitungen, Lesungen

oder eben auch anderes – Linksammlungen, Kalenderblätter, interaktive Inhalte …

Manche Inhalte lassen sich mit diesen Formen von Content sogar viel besser rüberbringen als mit geschriebenem Text.

Außerdem sind heute viele Menschen froh, wenn sie statt Texten zum Lesen die Informationen in anderer Form konsumieren können. Denn in unserer Zeit der Informationsüberflutung gibt es Content in Hülle und Fülle, nur viel zu wenig Zeit, ihn zu lesen und zu nutzen.

Es mag stimmen, dass Google mit Texten mehr anfangen kann, aber in Zeiten, in denen Keyword-Spam von Google gnadenlos abgestraft wird, in denen also zu viel Text auch schaden kann, ist eine Alternative auch für die Google-Positionierung interessant. Denn spannende Inhalte werden gern verlinkt, auf anderen Blogs und in Social Media, und diese Links enthalten wieder für Google wichtige Informationen über die Art des Inhalts. Halten Sie Google nicht für dümmer als es ist.

Ich war schon immer der Ansicht, dass guter Content die Haupt-Voraussetzung für eine gute Positionierung ist. Und damit sind eben nicht nur Texte gemeint.

Welche Form spricht Sie spontan am ehesten an?

Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit einem professionellen Fotografen. Es ist schon ein paar Jahre her. Er fragte mich, wie er es schaffe, Besucher auf seine Website zu ziehen und so auf sein Angebot aufmerksam zu machen. Ein Blog bereitete im Bauchweh, weil sich das so nach Texten anhörte und er damit absolut nichts anzufangen wusste. Doch es gibt ja auch die Möglichkeit, ein Foto-Blog zu betreiben, ohne viele Worte.

Wenn Sie andere Content-Formen als Text auf Ihrer Website anbieten, können Sie damit auch eine neue Zielgruppe erreichen. Es gibt genug Leute, die die vielen textlastigen Seiten im Internet nicht mehr sehen können und sich über leichtere Kost freuen.

Fallen Ihnen weitere Content-Formen ein? Welche nutzen Sie bereits? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

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