Dies ist der erste Beitrag meiner 10-teiligen Serie zum Thema “Mit einfachen Tricks Blogs intern vernetzen”.

Diese Serie ist inspiriert durch den englischsprachigen Artikel “10 Easy Ways to Improve Internal Linking on your Blog” von Daniel Scocco (schon etwas älter). Danke an Annja Weinberger für den Link.

Blogs sollen Besucher anziehen und durch Content, also Inhalte, ein gutes Suchmaschinen-Ranking erzielen. Diese Wirkung kann verstärkt werden, wenn Blog-Beiträge gut untereinander vernetzt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die jede für sich keinen großen Aufwand machen, insgesamt aber dafür sorgen, dass Ihre Artikel (vor allem auch die älteren) noch besser gefunden werden.

Gerade in Blogs sind die Artikel ja chronologisch sortiert. Das hat zur Folge, dass nicht der beste, sondern der aktuellste Beitrag ganz oben steht. Die besten Beiträge stehen möglicherweise auf Seite 15, weil sie schon ein paar Tage alt sind. Das macht sie aber nicht wertlos – im Gegenteil. Denn gut “gereifte” Artikel verfügen häufig über mehr Kommentare, was sie umso wertvoller für Leser macht. Denn das Thema wird so nicht nur aus der Sicht des Autors dargestellt, sondern spiegelt verschiedene Meinungen wider. Auf Seite 15 wird sie jedoch kaum ein Leser durch bloßes “Seiten-Blättern” finden.

Los geht es mit Tipp 1: Erstellen Sie eine Sitemap.

Früher sah man sie oft, heute ist sie eher vom Aussterben bedroht: die klassische Sitemap. Das ist eine Webseite, auf der sämtliche Seiten des Internetauftritts geordnet aufgelistet sind. Besucher können dort nicht nur schneller jede gewünschte Seite finden, sie können sich auch über das Portfolio einer Website einen Überblick verschaffen. Die Artikel können dort thematisch sortiert werden und gehen nicht verloren.

Heute wird der Begriff Sitemap oft im Zusammenhang mit Google verwendet. Eine Google Sitemap im XML Format (ich werde darüber demnächst mal etwas schreiben) ist hier jedoch nicht gemeint. Es geht tatsächlich um eine Übersichtsseite, die für Besucher lesbar ist.

Die von Daniel genannte Sitemap-Erweiterung für WordPress gibt es nicht mehr. In der WordPress Plugin Bibliothek muss man etwas suchen, um ein Sitemap Plugin zu finden, das eben nicht die XML Sitemap für Google, sondern eine echte, ursprüngliche Sitemap erstellt.

Eine recht einfache Verwendung verspricht WP Archive-Sitemap Generator, mit dem sowohl Seiten als auch Blogposts dargestellt werden können. Einfach das Plugin installieren, gewünschte Einstellungen im Menüpunkt unter Einstellungen setzen und die Sitemap einbauen.

Mittels

<!--wp-archive-sitemap-generator-->

wird die Sitemap in einen beliebigen Blog-Post oder in eine Seite eingebaut. Das Ergebnis sieht dann – je nach Einstellung – in etwa so aus: Zur WEB-Häppchen Sitemap

Noch schöner ist WP Multilingual Sitemap, eigentlich eine Sitemap für mehrsprachige Blogs. Hier lassen sich Blog-Posts auch nach Kategorien sortiert listen.

Noch ein Tipp für die Formatierung: Sie können das Plugin bearbeiten, indem Sie in der Plugin-Liste auf Bearbeiten klicken. Ersetzen Sie diese Zeile:

$html = '<ul><li>' . __( 'Posts by categories', 'wpms' ) .  '<ul>' . $html . '</ul></li></ul>';

durch

$html = '<ul id="sitemap"><li>' . __( 'Posts by categories', 'wpms' ) .  '<ul>' . $html . '</ul></li></ul>';

Die Sitemap-Liste lässt sich so um ein Vielfaches besser formatieren, da Sie sie einfach per CSS-Id #sitemap ansprechen können.

Ein Beispiel, wie es aussehen kann, finden Sie hier: Zur WEB-Häppchen Multilingual Sitemap. Schade nur, dass das Plugin nicht auf Deutsch verfügbar ist.

[update] – Ich habe die Übersetzung jetzt selbst durchgeführt. Morgen können Sie hier die deutsche Übersetzungsdatei für WP Multilingual Sitemap herunterladen.

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Themen: Suchmaschinenoptimierung, Wordpress | 1 Kommentar »