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Entscheidung ShopsystemEs ist wieder Januar, und viele Shopbetreiber haben sich für das neue Jahr viel vorgenommen: den Shop attraktiver machen, bekannter, und natürlich den Umsatz steigern.

Nun gibt es der Möglichkeiten viele, diese Ziele in die Tat umzusetzen, doch welche Möglichkeit verspricht wirklich Erfolg? Denn alles auf einmal, das geht nicht. Das kennen wir alle – wer versucht, alles gleichzeitig zu machen – überall ein bißchen, macht selten alles richtig gut. Zudem ist die Gefahr groß, sich zu verzetteln. Und der Erfolg bleibt aus.

Deshalb habe ich mir drei der populärsten Möglichkeiten, den Shop-Umsatz zu steigern, herausgepickt: Google Adwords, auch als Suchmaschinen-Marketing (SEA) bezeichnet, Newsletter und Social Media. So können Sie sehen, was für Sie am besten passt, und wie Sie alles in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.

Vorher wichtig: Hausaufgaben machen

Viele vergessen das, oder übersehen es einfach. Dabei ist es so, so wichtig.

Bevor Sie Maßnahmen „von außen“ treffen, ist es am allerwichtigsten, im Shop alle Hausaufgaben zu machen. In den meisten Shops gibt es hier noch enormes Potenzial. Dabei gilt: alle Maßnahmen, die Sie direkt im Shop machen können, sind in aller Regel am effektivsten und meist auch mit den geringsten Kosten bzw. dem geringsten Aufwand verbunden.

Außerdem sind in erster Linie nicht abertausende Besucher wichtig, sondern dass diese auch bestellen!

Prüfen Sie also bitte zuerst nochmal intensiv, ob Ihr Shop intern wirklich schon top ist – Stichworte sind z. B. die Artikelbeschreibungen und -bilder, der Bestellprozess im Allgemeinen und die angebotenen Zahlungsarten im Speziellen, Shop-Performance, also wie schnell der Shop lädt, Ihr Shop-Layout und vieles mehr. Viele Tipps zu diesen Themen finden Sie hier in unserem Blog. Oder – wenn Sie einen OXID Shop haben – schauen Sie mal, ob Sie unsere Unterstützung in Form der Potenzial-Analyse in Anspruch nehmen möchten.

Google Adwords – schnelle Anzeigen, oft hohe Kosten

Google Adwords sind Anzeigen, die man bei Google schaltet und die zusammen mit den normalen (sogenannten organischen) Suchergebnissen angezeigt werden. Da man diese Anzeigen an bestimmte Suchworte koppelt, kann man die Anzeige genau bei den Leuten erscheinen lassen, die nach dem suchen, was man selbst anbietet.

Das Prinzip dabei: Wer am meisten bietet, steht am weitesten oben. Das heißt, Sie legen selbst fest, wie viel Sie für einen Klick bezahlen möchten, und bestimmen so auch gleichzeitig die Position, an der Ihre Anzeige erscheint.

Da man die Anzeige nur einmalig anlegen und schalten braucht, und dann immer nur zahlt, wenn ein Besucher auf die Anzeige klickt (der idealerweise dann auch noch genau das sucht, was man anbietet), wirkt Google Adwords auf den ersten Blick äußerst attraktiv, da mit wenig Aufwand und hohem Nutzen verbunden.

Doch der Schein trügt: Google Adwords ist nämlich äußerst beliebt, und das führt dazu, dass die Preise pro Klick immer höher werden. Zudem ist nicht wirklich jeder, der nach dem sucht, was man anbietet, ein potenzieller Kunde, der dann sofort eine Bestellung ausführt. Oft sind auch die eingestellten Suchworte nicht optimal.

Wer seine Anzeigen bei Adwords nicht ständig optimiert, und wer vor allem die Besucher, die auf die Anzeigen klicken, nicht in seinem Shop hält und zu Kunden macht, für den kann Adwords sehr schnell sehr teuer werden. Ohne dass am Ende was bei rumkommt.

Was außerdem berücksichtigt werden sollte: Damit man sehen kann, was gut funktioniert und am Ende die meisten Umsätze bringt, ist eine gute, ausführliche Besucherstatistik unerlässlich. Diese sollte unbedingt in die Kosten-Nutzen-Rechnung für Google Adwords mit einbezogen werden.

Newsletter – absolutes Basic für jeden Shop!

Newsletter sind noch immer eins der günstigsten und gleichzeitig effektivsten Marketing-Mittel. Newsletter-Leser haben nämlich in aller Regel den Newsletter von sich aus abonniert, sie wollen also die Neuigkeiten lesen, die sie bekommen.

Jeder Shop sollte immer (!) einen Newsletter haben!

Wichtig dabei ist immer: Bieten Sie Ihren Newsletter-Lesern im Newsletter einen wirklichen Mehrwert. Schicken Sie keine reine Massenwerbung, sondern behalten Sie den tatsächlichen Nutzen für die Leser im Blick. Bei der Masse an Newslettern, die im Umlauf sind, ist das die allerwichtigste Regel, damit Sie nicht nur im Postfach des Lesers ankommen, sondern tatsächlich auch gelesen werden!

Newsletter zu schreiben, macht daher einiges an Aufwand. Und das immer wieder, denn damit ein Newsletter wirklich erfolgreich ist, ist Regelmäßigkeit gefragt.

Wer gerne schreibt, oder sogar ohnehin regelmäßig mehrwertigen Content für seinen Shop produziert, z. B. weil er noch bloggt, für den ist der Newsletter ideal.

Aber selbst wenn Sie es mit dem Schreiben nicht so haben – Mehrwert heißt nicht zwingend Tipp-Artikel. Wenn ich in einen Shop gelange, den ich grundsätzlich interessant finde, wo ich aber aktuell nichts bestellen will – dann abonniere ich dessen Newsletter. So werde ich regelmäßig an den Shop erinnert, und wenn ich da nicht ständig aufdringliche Werbung kriege, sondern aktuelle Infos zum Sortiment, zu Angeboten und neuen Produkten, dann ist das auch schon ein Mehrwert für mich! Und wenn das ganze sich dann noch gut liest, ein bißchen witzig aufgemacht ist, oder unterhaltsam präsentiert – dann ist es perfekt. Lesen ist auch nicht jedermans Sache :)

Noch so ein Gedanke: Newsletter können auch die Leute auffangen, die per Adwords kommen, aber nicht direkt bestellen wollen, und sie so langfristig doch noch zu Kunden machen. So dass sich der hohe Klickpreis am Ende doch noch lohnt.

Ich sage es nochmal, weil ich es wirklich wichtig finde: Newsletter sind ein Basic für jeden Shop. Und wenn Sie dabei Unterstützung benötigen: wir helfen gerne – einfach Angebot anfordern (für OXID Shops).

Social Media – die Kür, wenn Sie Lust + Zeit haben

Social Media, vor allem Twitter und Facebook, werden total gehypt. Überall kann man lesen, dass sie richtig was bringen! Das mag auch stimmen. Wenn man sie richtig und mit Leidenschaft nutzt. Ich stelle sie in aller Regel hinter den vorgenannten Maßnahmen an.

Dann gibt es noch eine Empfehlung, die man überall liest, wo es um Social Media und deren Einsatz in Unternehmen geht: Man soll doch wenigstens mitlesen, damit man weiß, was über einen geschrieben wird, und auf Beschwerden reagieren kann. Für große Unternehmen, wie die Telekom oder die Deutsche Bahn, gehe ich da voll mit. Für kleinere Unternehmen, die keinen eigenen Mitarbeiter dafür anstellen können, halte ich das aber auch für übertrieben.

Social Media sind gut geeignet, um Kunden zu binden, mit ihnen aktiv in Kontakt zu treten und eine Art Fan-Gemeinschaft aufzubauen. Doch das kostet Zeit. Vor allem am Anfang, wo man vieles noch nicht weiß und kennt, daher viel lesen und ausprobieren muss, vielleicht sogar Fehler macht.

Sie können natürlich eine Twitter- oder/und Facebook-Seite erstellen und diese automatisch mit Inhalten „füttern“ lassen, z. B. mit neuen Produkten. Nach meiner Erfahrung bringt das aber nicht viel, wenn man ansonsten total inaktiv ist – man geht in der Masse unter.

Wenn Sie sich trotzdem dafür entscheiden, auf Social Media zu bauen, beginnen Sie nicht mit allen Kanälen gleichzeitig, sondern probieren Sie nacheinander einen nach dem anderen aus. Setzen Sie sich möglichst auch Ziele und entscheiden Sie nach dem Testzeitraum, ob die jeweilige Plattform etwas für Sie ist.

Ich empfehle in jedem Fall, dass Sie erst mit Social Media beginnen, wenn Shop und Newsletter top sind, und wenn Sie selbst auch Spaß und Freude sowie die nötige Zeit dafür haben.

Fazit

Ich habe es ja oben schon geschrieben – die drei Möglichkeiten sind nur drei Möglichkeiten aus vielen tausenden, mit denen Sie Ihren Shop bekannter und erfolgreicher machen können. Welche wirklich passen, ist von vielen Faktoren abhängig – von Ihren Zielen, Ihrer Zielgruppe und auch davon, was Sie mögen.

Egal, wofür Sie sich jedoch entscheiden – eins bleibt Fakt: Wer seine Hausaufgaben im Shop nicht macht, verpulvert mit allen Maßnahmen draußen meist Geld.

Und wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, die Ärmel hochzukrempeln, aber doch noch Fragen offen geblieben sind, dann schreiben Sie uns doch einfach – in den Kommentaren oder per Direktkontakt.

Themen: Eigener Newsletter, Lohnt sich das?, Social Media | Noch kein Kommentar »