In dieser Blog-Serie stelle ich die wichtigsten Kriterien vor, die bei der Auswahl eines passenden Newsletter-Tools wichtig sind. Hier finden Sie die Einführung mit Inhaltsverzeichnis der bisher veröffentlichten Folgen.

Im zehnten Teil gehe ich auf verschiedene Dinge ein, die sonst noch zählen können.

Bouncing

Wichtige Stärke von Newsletter-Tools ist das automatisierte Reagieren auf bestimmte Gegebenheiten. Eine davon ist z. B. das sogenannte Bouncing – wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte. Es gibt verschiedene Stufen. Soft Bouncing z. B. bedeutet, dass der Empfänger gerade keinen Platz mehr in seinem Postfach hat. Beim Hard Bouncing ist die E-Mail Adresse gar nicht (mehr) vorhanden.

Bouncing ist insofern bedenklich, als dass z. B. Spammer ihre Mails häufig auch an Adressen schicken, die es gar nicht gibt, weil sie E-Mail Adressen mit einem Zufallsgenerator erzeugen. Somit ist eine hohe Bouncing-Rate immer ein Identifikator für Spam. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Ihre Bouncing-Rate niedrig gehalten wird. Und darum kümmert sich Ihr Newsletter-Tool.

Während beim Soft-Bouncing der Newsletter zurückgehalten wird, wird beim Hard Bouncing der Empfänger aus dem Verteiler entfernt. Das ist wichtig, um die Bounce-Rate immer möglichst niedrig zu halten.

Social Media Links

Facebook, Twitter, Google+ und Co. sind wichtig, um Inhalte zu verbreiten. Für Newsletter sind Social Media eine Chance, ihren Bekanntheitsgrad auf einfachste Weise zu erhöhen. Die einfache Möglichkeit, Social Media Links in Ihren Newsletter zu integrieren, darf daher heute nicht mehr fehlen. Dabei gibt es immer verschiedene Varianten:

  • Den ganzen Newsletter in den Social Media zu empfehlen,
  • einen bestimmten Artikel des Newsletter in den Social Media zu empfehlen,
  • auf Ihre eigene Twitter-, Facebook- oder Google+-Seite zu verlinken, und damit neue Follower oder Fans zu gewinnen.

Überlegen Sie selbst, was für Ihren Newsletter in Frage kommt und schauen Sie dann, ob und wie einfach sich die Links integrieren lassen.

Client-Tests

Newsletter-Templates (Layouts) müssen etwas anders aufgebaut sein als Websites. Die Anforderungen sind strenger, damit wirklich alle E-Mail Clients den Newsletter korrekt darstellen. Einige Tools bieten einen Client-Test, mit dem Sie sich anschauen können, wie Ihr Newsletter in verschiedenen Clients dargestellt werden würde.

Wichtig und erwähnenswert an dieser Stelle ist auch der Versand einer Testversion des Newsletters, mit der Sie vorab nochmal prüfen können, ob alle Links funktionieren, alle Bilder dargestellt werden usw. Dabei wird der Newsletter vorab nur an Sie als Vorschau versendet. Erst wenn alles korrekt ist, versenden Sie den Newsletter an den gesamten Verteiler.

Weitere Funktionen

Vor allem amerikanische Tools bieten neben den genannten Funktionen weitere innovative Features, die bei die Entscheidung für oder gegen ein Tool entscheidend sein können.

So kann man z. B. bei Mail Chimp die Newsletter und auch die Reports per iPad App über das Handy verwalten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, per RSS-Feed einen automatischen Newsletter aufzusetzen. Blogs können so ein Abo Ihrer Beiträge anbieten, denn Blogs haben ein RSS-Feed automatisch integriert. Immer wenn ein neuer Beitrag erscheint, wird automatisch ein Newsletter versendet. Sie können auch ganz einfach einen Newsletter versenden, indem Sie ihn in Outlook verfassen und an MailChimp senden. Weitere besondere Features bei Mail Chimp sind z. B. automatische Übersetzung, Versand von bezahlbaren Newslettern (Payment-Integration), Geo-Location von Empfängern und vieles mehr.

Ein weiterer interessanter Anbieter ist JangoMail, der sich unter anderem auszeichnet durch anpassbare E-Mail Attribute (Priorität, Encoding, Zeilenumbruch nach x Zeichen) sowie durch die Möglichkeit, direkt auf die eigene Datenbank zuzugreifen. Diese Funktionen sind aber eher relevant für fortgeschrittene Anwender bzw. für ganz spezielle Anforderungen.

GetResponse bietet E-Mail to Speech – Umwandlung der E-Mail in gesprochene Worte, Aufnahme und Versand von Videos direkt aus dem Account heraus sowie die Möglichkeit, automatische Geburtstagsgrüße zu versenden. Funktionen, die man bei anderen Anbietern noch vergeblich sucht.

Manche Tools bieten ein automatisch aktualisiertes Newsletter-Archiv, das Sie per Skript in Ihre Website integrieren können. Auf Vor- oder Nachteile will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Support

Auch beim besten Tool wird es immer wieder vorkommen, dass eine Frage aufkommt. Dann ist es wichtig, dass der Support einfach und schnell erreichbar ist. Telefonischer Support ist dabei zu bevorzugen, idealerweise natürlich unter einer normalen Festnetznummer oder sogar kostenlosen 0800-Servicenummer.

Auch ein Live-Chat kann hilfreich sein.

Fragwürdiger ist es, wenn der Support grundsätzlich nur per E-Mail erreichbar ist. Erstens hat man dann eine zeitliche Diskrepanz zwischen dem Auftreten des Problems und einer Antwort. Vielleicht wollen Sie gerade den Newsletter versenden, wenn die Frage auftritt, eine Verzögerung kann dann sehr unerfreulich sein.

Zweitens – und das ist in meinen Augen das weit größere Problem – ist es per E-Mail oft schwierig, den gesamten Sachverhalt zu schildern und korrekt verstanden zu werden. So dass die Antwort dann auch tatsächlich das Problem löst. Ich habe schon Frage-Antwort-Serien erlebt, die ein kleines Problem tatsächlich irgendwann zu einem großen (Kommunikations-)Problem gemacht haben. Insbesondere, wenn als Antworten Standard-Mails versendet werden, die gar nicht auf individuelle Fragen eingehen.

Machen Sie möglichst vor der Entscheidung für ein Tool den Test – sprechen Sie den Support auf ein ganz konkretes Problem an (genug Stoff dafür finden Sie sicher in dieser Serie) und schauen Sie mal, wie die Antwort aussieht und wie schnell sie kommt.

Hilfreich für den Einstieg sind auch erste Schritte-Tutorials, die manche Anbieter auch direkt nach der Registrierung per E-Mail verschicken.

Und sonst?

Fallen Ihnen weitere Dinge ein, die für Sie bei der Auswahl des perfekten Tools wichtig sind bzw. waren? Ich freue mich auf Ihre Anregungen, Ergänzungen und Fragen.

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