Fast genau zwei Jahre ist es her, da habe ich meinen Artikel “Die beste Suchmaschinen-Optimierung kommt von selbst …” veröffentlicht, noch in meinem alten Blog. Das Thema hat nichts an Aktualität eingebüßt – im Gegenteil. Die Optimierung von Websites über den Content, also die Inhalte, ist nach wie vor der Knackpunkt, der vor allen anderen (teuren) Suchmaschinen-Maßnahmen stehen sollte.

Mit fünf einfachen Tipps verbessern Sie fast vollautomatisch und kontinuierlich Ihr Suchmaschinen-Ranking. Und das Beste: Das geht auch ohne großes Budget und mit relativ geringem zeitlichem Aufwand.

Alles, was danach kommt – On- und Offpage-Optimierung, gezielter Linkaufbau, Google Adwords, Keyword-Analyse und -Optimierung – ist Kür. Diese Dinge sind nicht unnötig, aber vergebliche Liebesmüh’, wenn die Grundvoraussetzungen nicht erfüllt sind.

Tipp 1: Bieten Sie wertvolle Inhalte.

Websites sind nicht zum Selbstzweck da, sondern für die Menschen, die sie besuchen (unabhängig von dem individuellen Ziel, das dahinter steht). Was Suchmaschinen-Optimierung eigentlich ist, wird schnell klar, wenn man sich überlegt, welchen Zweck Suchmaschinen im Grunde haben. Sie sollen zu einem Begriff oder einer Wortgruppe die relevantesten Websites aus einem riesigen Portfolio herausfischen. Woher weiß eine Suchmaschine, ob eine Website relevant ist oder nicht? Die Algorithmen, mit denen diese Relevanz mittlerweile berechnet werden, sind sehr komplex, verfolgen jedoch ein Ziel: Für die Besucher wertvolle Websites sollen ganz oben stehen. Daraus ergibt sich für Sie eine einfache Konsequenz, auch wenn Sie nicht wissen, worauf Suchmaschinen Wert legen: Bieten Sie wertvolle Inhalte, dann ergeben sich die Kriterien, die die Suchmaschinen aufgestellt haben, für Ihre Website über kurz oder lang von selbst.

So werden wertvolle Inhalte gern verlinkt – viele Verlinkungen finden Suchmaschinen klasse. Wertvolle Inhalte, die sich an Ihre Zielgruppe richten, werden auch automatisch die richtigen (relevanten) Keywords enthalten. Schreiben Sie dabei ganz natürlich, Texte, die sich gut lesen lassen (und nicht zu sehr abschweifen), enthalten in aller Regel die richtige Keyword-Dichte.

Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe – denn eine Website, die weiterempfohlen wird, erhält Besucher nicht nur über Suchmaschinen, sondern auch über die Empfehlungslinks. Damit werden Sie unabhängiger von Google & Co. und erhalten genau das, was Sie wollen – nämlich Besucher. Aber nicht irgendwelche Besucher, und daher Tipp 2:

Tipp 2: Schreiben Sie für Ihre Zielgruppe!

Mal ehrlich: Wollen Sie so viele Leute wie möglich auf Ihre Website locken, oder so viele potenzielle Kunden wie möglich? Was nützen Ihnen reißende Besucherzahlen, wenn die meisten davon gar nichts mit Ihrer Website oder Ihrem Shop anfangen können? Nur Traffic, der den Webserver und möglicherweise Ihren Geldbeutel belastet. Und Besucher, die nach einem Blick auf die Startseite Ihre Website wieder verlassen. Konzentrieren Sie sich daher beim Verfassen Ihrer Inhalte genau auf Ihre Zielgruppe, je spezifischer, desto besser. Was interessiert diese Gruppe, wonach sucht sie, welche Informationen benötigt sie? Richten Sie zum Beispiel eine FAQ-Seite ein, also häufig gestellte Fragen.

Schauen Sie sich auch Ihre Besucherstatistik und – wenn Ihre Website eine Suchfunktion hat – auch die Suchstatistik an. Diese liefern wichtige Anhaltspunkte, wer Ihre Website besucht, und wonach er / sie sucht. Dann sehen Sie auch, ob Sie aktuell die richtigen Leute anziehen, oder ob da noch Optimierungspotenzial besteht.

Tipp 3: Seien Sie aktuell

Damit meine ich nicht, dass sie einen neuen News-Dienst einrichten sollen. Das überlassen Sie lieber den Websites, die darauf spezialisiert sind. Veröffentlichen Sie jedoch regelmäßig neue Informationen oder überarbeiten Sie immer mal wieder Ihre Web-Texte. Je nach Branche und Ihren persönlichen Vorlieben können das Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen, abgeschlossene Referenzprojekte oder besonders interessante Branchen-News sein. Regelmäßige Neuigkeiten laden Suchmaschinen ein, Sie öfter zu besuchen, und füttern diese dann immer wieder mit neuen Texten zu denselben Keywords. Auch das verbessert Ihr Ranking. Nebenbei sorgen aktuelle Inhalte aber auch für wiederkehrende Besucher und im Idealfall zu vielen Verlinkungen auf Ihre Seite.

Und wenn Sie Ihre Web-Texte regelmäßig aktualisieren, gewinnen Sie damit auch immer mehr Übung und Erfahrung und optimieren Ihre Inhalte so ganz natürlich.

Schöne Beispiele sind hier das Saftblog von der Kelterei Walter und das Blog “Essen kommen” der Fleischerei Freese. (Und schon wird man empfohlen ;-) …)

Tipp 4: Halten Sie Ihre Texte nicht zu kurz

Das gilt im Übrigen ganz allgemein für Texte auf Ihrer Website. Oft höre ich den Rat, ja nicht zu viel Text auf eine Website zu setzen. Das liest doch keiner! Lesen am Bildschirm strengt an!

Haben Sie meinen Artikel bis hierhin gelesen? Dann haben Sie den Beweis: Relevante Texte werden eben doch gelesen. Und das gilt auch und vor allem, wenn Sie mit Ihrer Website Interessenten anlocken oder sogar Kunden gewinnen (also direkt verkaufen) wollen. Unausgesprochene Bedenken räumt man eben am besten aus dem Weg, indem man sie vorweg nimmt und beantwortet. Gehen Sie dabei vom Allgemeinen zum Speziellen, also je weiter der Besucher liest, desto mehr Detailinformationen erhält er. Gliedern Sie die Texte durch Zwischenüberschriften, das gibt dem Auge Halt. Andere Tipps für gut gegliederte Texte erhalten Sie bei darauf spezialisierten Fachleuten, z. B. Frau Weinberger (die in Kürze auch einen Tele-Workshop zu diesem Thema startet). Nehmen Sie diese Hilfe ruhig in Anspruch, das hilft Ihnen, einen Blick für Optimierungspotenzial zu bekommen und zukünftig noch besser und schneller selbst zu texten.

Tipp 5: Helfen Sie Ihren Besuchern, Inhalte zu finden

Eine klare Navigation und eine logische Struktur sorgen dafür, dass Ihre Inhalte gut gefunden werden. Eine gute Navigation gibt einen Überblick, um welche Themen es auf der Seite geht, ist intuitiv aufgebaut und verwendet nebenbei gleich noch die wichtigsten Keywords für die Unterseiten. Das hat dann auch den Effekt, dass Besucher länger auf der Seite verweilen, mehr Spaß beim Navigieren durch die Inhalte haben und – die Website eher verlinken. Fünf bis sieben Menüpunkte in der Navigation sind übrigens optimal.

Dass alle Links in der Navigation funktionieren müssen, versteht sich von selbst. Nicht oder unvollständig funktionierende Websites machen einen ungepflegten Eindruck und laden weder zum Verweilen noch zum Verlinken ein.

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