Eigentlich mag ich Negativ-Propaganda nicht. Jedes Unternehmen hat seine Daseinsberechtigung, auch wenn sie sich mir nicht immer erschließt.

Da ich aber immer wieder Kunden habe, die sich für Strato als Webhoster entscheiden und erst danach zu mir kommen, um ihre Website erstellen zu lassen, will ich hier einmal ausdrücklich klar machen, was ich davon halte: Gar nichts.

Strato ist groß. Strato ist preiswert.

Das war’s dann aber auch.

Warum sie groß sind, ist mir schleierhaft. Es gibt genügend Webhoster mit besseren Servern, die ebenso günstig sind. Strato macht vermutlich einfach gutes Marketing, was von Internet-Einsteigern mit guter Leistung verwechselt wird.

Ob man bei Strato einen guten Server kriegt, ist Glückssache (einen Server ohne Probleme habe ich persönlich aber noch nicht erlebt). Ich habe den Eindruck, jeder Server bei Strato ist etwas anders konfiguriert. Es scheint keine Qualitätssicherung zu geben, die festlegt, welche Einstellungen auf Strato Servern gelten, was erlaubt ist und was nicht. So kann man sich auch auf Probleme nicht einstellen, sondern erlebt immer wieder Überraschungen.

Dazu kommt, dass Dinge, die bei anderen Providern unkompliziert umsetzbar sind, bei Strato einfach nicht gehen.

Oxid Shops laufen bei Strato nur nach Anpassung. Diese Anpassung ist dann auch für nahezu jede Extension notwendig, die man nutzen will, und für den Laien nicht ohne Weiteres zu finden und umzusetzen.

Performance kann man nur erwarten, wenn man ein bestimmtes Paket ausdrücklich auf Nachfrage freischalten lässt. Auch dann ist jedoch nicht gewährleistet, dass der Server schnell ist. Bei einem direkten Vergleich von Strato mit einem von mir bevorzugten Webhoster war Strato dreimal langsamer (dieselbe Website mit denselben Inhalten).

Außerdem scheinen bei Strato gehostete Websites oftmals gar nicht erreichbar zu sein (oder das Laden dauert noch länger als sonst schon). Ich ärgere mich derzeit zusammen mit einer Kundin darüber, dass Oxid eFire beinahe täglich die Connection zum Shop nicht aufbauen kann. Dieses Problem hatte ich noch bei keinem anderen Hoster.

Die Beantragung von SSL-Zertifikaten ist ein unglaublich aufwändiger Prozess.

Die Dokumentation, also das Handbuch für den Strato-Kundenbereich, zeigt regelmäßig  Screenshots, die ganz anders aussehen, als der Kundenbereich. Man fragt sich, ob man eine andere Version hat, oder ob einem nicht die nötigen Rechte zugewiesen wurden.

Auch das Ausführen langer Skripte ist bei Strato nicht möglich. Für einen Kunden habe ich einmal ein aufwändiges Import-Skript programmiert, das über 24 Stunden lief. Bei Strato lief es immer nur minutenweise und musste dann neu angestoßen werden. Sämtliche Hinweise, die der Strato Support gab, um das Skript doch zu einem längeren Laufen zu bewegen, schlugen fehl. Lösung war letztlich, zu einem anderen Hoster zu wechseln, bei dem es auf Anhieb klappte.

Immerhin hat Strato neuerdings eine telefonische Hotline, die über eine normale Festnetznummer erreichbar ist. Sie lernen also dazu. Nur leider reicht das für mich noch nicht aus.

Weil uns bei der Umsetzung von Websites und Shops mit Strato-Servern regelmäßig unerwartete und unvorhersehbare Probleme begegnen, deren Behebung mit viel Zeit und Nerven verbunden ist, werden wir ab sofort die damit verbundenen Aufwände separat in Rechnung stellen. Durch einen pauschalen Aufschlag lässt sich das einfach nicht mehr tragen.

Mein Tipp: Fragen Sie den Experten, welchen Webhoster er empfiehlt, bevorzugt natürlich den Experten, mit dem Sie dann für Ihre Website zusammenarbeiten.

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